top of page

CCD-Interferenzen in Cellulose-basierten IgE-Allergietests mit rekombinanten Allergenkomponenten

  • 23. Apr. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Edsel Sinson*, Camille Ocampo, Cindy Liao, Steven Nguyen, Lauren Dinh, Kelline Rodems, Eric Whitters, Robert G. Hamilton



Abstract


Hintergrund

Strukturen kreuzreagierender Kohlenhydratdeterminanten (CCD) in Glykoproteinen von Pflanzen und Insekten werden von IgE-Antikörpern im Allgemeinen als Epitope erkannt, die zu einer ausgeprägten Kreuzreaktivität führen und Serologie-Ergebnisse im Falle einer In-vitro-Diagnostik (IVD) verschleiern können. Mit Einführung der komponentenbasierten Diagnostik (CRD) wurde mithilfe rekombinanter, nicht-glykosylierter Komponenten das Risiko des Nachweises von CCD-spezifischem IgE (sIgE) gemindert. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat jedoch gezeigt, dass sich CCD-sIgE direkt an die in bestimmten In-vitro-Diagnostik-Assays verwendete Cellulose-Festphasenmatrix binden kann, wodurch der Vorteil von CRD gegenüber herkömmlichen extraktbasierten Tests aufgehoben wird. Ziel dieser Studie ist es, die Prävalenz von CCD-sIgE-Interferenzen auf einer gewöhnlichen automatisierten In-vitro-sIgE-Plattform zu untersuchen, die eine Cellulose-basierte Matrix zur Immobilisierung CCD-freier rekombinanter Komponenten nutzt.


Methoden

Die Seren von Patienten, die gegen Erdnuss, Weißbirke und/oder Lieschgras sensibilisiert waren, wurden mit ImmunoCAP/Phadia- und NOVEOS-Analyseautomaten auf CCD-sIgE-Reaktivität gegen die Kohlenhydratkomponente MUXF3 untersucht. Positive CCD-sIgE-Seren wurden außerdem auf nicht-glykosylierte rekombinante Komponenten, die an die ImmunoCAP-Festphase gebunden waren, in Abwesenheit und in Anwesenheit eines löslichen CCD-Inhibitors analysiert. Zum Vergleich wurden die Seren dann mit NOVEOS, einem automatischen sIgE-Assay ohne Cellulose, analysiert.


Ergebnisse

Die Seren von 35 % der in dieser Studie untersuchten sensibilisierten Population waren CCD-sIgE-positiv (0,35 kU/l). Von diesen positiven Ergebnissen führten 17 % zu CCD-sIgE-positiven (falsch positiven) Ergebnissen bei ImmunoCAP unter Verwendung nicht-glykosylierter Allergosorbentien, die bei NOVEOS negativ waren. Die Seren, die bei ImmunoCAP falsch-positive Ergebnisse lieferten, wiesen unterschiedliche CCD-sIgE-Werte zwischen 0,67 kU/l und 36,52 kU/l auf. Das Auftreten von CCD-Interferenzen beschränkte sich überwiegend auf niedrig-positive IgE-Ergebnisse (0,35 kUA/l – 3,00 kUA/l).


Schlussfolgerung

Falsch erhöhte diagnostische Allergen-SIgE-Ergebnisse können häufig aufgrund des Vorhandenseins von CCD-SIgE bei Assays auftreten, die Allergosorbentien auf Basis einer Kohlenhydratmatrix verwenden. Selbst die Verwendung von nicht-glykosylierten rekombinanten allergenen Komponenten, die an Cellulosematrizen gekoppelt sind, verringert nicht das Risiko ihres Nachweises. Das Risiko einer CCD-Interferenz, die die quantitativen IgE-Ergebnisse beeinträchtigt, kann durch Zugabe eines löslichen CCD-Inhibitors zu positiven CCD-sIgE-haltigen Seren oder durch Verwendung eines nicht auf Cellulose-basierten sIgE-Assays, wie NOVEOS-Assays, gemindert werden.

Unternehmensprofil

Brauchen Sie Hilfe?

Ressourcen

© 2026 HYCOR Biomedical / Alle Rechte vorbehalten / Internationaler Datenschutz / US-Datenschutz / info@hycorbiomedical.com

Diese Website enthält Informationen zu Produkten, die sich an ein internationales Publikum richten und Produktdetails umfassen können, die in bestimmten Ländern nicht verfügbar oder zugelassen sind. Bitte beachten Sie, dass wir keine Verantwortung für den Zugriff auf Informationen übernehmen, die möglicherweise nicht den gesetzlichen Bestimmungen, Vorschriften, Registrierungen oder zulässigen Verwendungszwecken in Ihrem Land entsprechen.

bottom of page