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Orales Allergiesyndrom (OAS)

Aktualisiert: 30. Aug. 2022


Orales Allergiesyndrom (OAS)
Das orale Allergiesyndrom, kurz OAS, ist eine Form der kontaktallergischen Reaktion, die bei Kontakt von Mund und Rachen mit rohem Obst oder Gemüse auftritt.

Es ist allseits bekannt, dass Heuschnupfen im Frühjahr, Sommer und Frühherbst jederzeit auftreten kann. Viele Menschen, die schon lange darunter leiden, wissen zudem, dass während dieser Zeit nach dem Verzehr von Äpfeln, Sellerie oder anderen Lebensmitteln Juckreiz im Mund oder Rachen auftreten kann. Studien zeigen, dass dies bei bis zu 75 % der Erwachsenen der Fall ist, die auf Birkenpollen im Frühjahr allergisch reagieren, und dass dies auch bei anderen häufigen saisonalen Allergien weit verbreitet ist. Zu dieser Reaktion kommt es, weil die in einigen Obst- und Gemüsesorten enthaltenen Proteine denen saisonaler Pollen sehr ähnlich sind. Die Obst- oder Gemüseproteine verwirren das Immunsystem und verursachen eine allergische Reaktion (Kreuzreaktivität) auf eine andere Substanz als die, gegen die das Immunsystem sensibilisiert wurde. Diese Kreuzreaktivität wird in der Regel als orales Allergiesyndrom bezeichnet, ist aber auch unter dem Begriff Pollenfruchtsyndrom (PFS) bekannt.


Was ist das orale Allergiesyndrom?

Das orale Allergiesyndrom, kurz OAS, ist eine Form der kontaktallergischen Reaktion, die bei Kontakt von Mund und Rachen mit rohem Obst oder Gemüse auftritt. Zu den typischen Symptomen gehören Juckreiz oder Schwellungen an Mund, Gesicht, Lippe, Zunge oder Rachen, die unmittelbar nach dem Verzehr von rohem Obst oder Gemüse auftreten. Obwohl es sich bei OAS im Allgemeinen um die milde Form einer Nahrungsmittelallergie handelt, kann es zu einer schwereren Schwellung im Rachen kommen, die zu Schluck- und/oder Atembeschwerden führt. Obwohl selten, kann OAS bei Personen, die stark auf ein bestimmtes Allergen reagieren, einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Eine letzte Anmerkung: Wenn Sie gegen diese Pollen allergisch sind, aber keine Symptome beim Verzehr der entsprechenden Lebensmittel zeigen, können Sie diese trotzdem essen. Personen, die unter schweren OAS-Symptomen leiden, sollten mit ihrem Allergologen sprechen und diese Lebensmittel ggf. meiden.


Je nach Sensibilisierungsweg ist die Obst- oder Gemüseallergie das Ergebnis einer echten primären Nahrungsmittelallergie oder einer sekundären pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie.



saisonalen Allergien, Pollenallergie, Häufige OAS-Kreuzreaktionen
Zu den wichtigsten an der OAS-Reaktivität beteiligten Pollen zählen die von Birke, Erle, Traubenkraut, Beifuß, Lieschgras und Wiesen-Knäuelgras.

Primäre Nahrungsmittelallergien

Primäre Nahrungsmittelallergien beginnen oft schon im Kindesalter. Die Sensibilisierung ist auf direkten Kontakt der Allergene mit der Magen-Darm-Schleimhaut zurückzuführen. Dazu gehört vor allem das Lipid-Transfer-Protein-Syndrom (LTP-Syndrom), das leichte bis schwere systemische Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock auslösen kann. Diese Allergene sind sehr hitzestabil und behalten ihre Struktur im Magen-Darm-Trakt bei, was in Bezug auf das Potenzial zur Sensibilisierung und zur Auslösung allergischer Reaktionen von entscheidender Bedeutung ist.


Sekundäre Nahrungsmittelallergien

Sekundäre Nahrungsmittelallergien betreffen vor allem ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen eine Pollenallergie diagnostiziert wurde und die folglich auf kreuzreagierende Lebensmittelallergene in Früchten reagieren. Beim Pollenfruchtsyndrom ist die Fruchtallergie das Ergebnis einer primären Sensibilisierung gegen labile Pollenallergene wie Profiline und PR-10-Proteine (Bet v 1-Homologe). Die Symptome sind mild und umfassen lokale Reaktionen wie das orale Allergiesyndrom (OAS).


Häufige OAS-Kreuzreaktionen

Beim oralen Allergiesyndrom reagieren die Betroffenen meistens auf unterschiedliche Lebensmittel, abhängig von der Art der bei ihnen vorliegenden saisonalen Allergien. Zu den wichtigsten an der OAS-Reaktivität beteiligten Pollen zählen die von Birke, Erle, Traubenkraut, Beifuß, Lieschgras und Wiesen-Knäuelgras. Beispielsweise können Personen, die auf Birkenpollen allergisch reagieren, auch auf Steinobst, Karotten und verschiedene Nüsse reagieren. Ebenso können Personen, die gegen Gräser sensibilisiert sind, unerwünschte Reaktionen auf Pfirsiche, Sellerie, Tomaten, Melonen und Orangen zeigen. Spätsommerallergien gegen Traubenkraut können zu OAS-Symptomen bei Bananen, Gurken, Melonen und Zucchini führen.


Es ist darauf hinzuweisen, dass OAS-Symptome auf Lebensmittel tatsächlich Anzeichen für eine schwerere allergische Reaktion sein können. Wenn Symptome auftreten, sollte so schnell wie möglich ein Allergologe aufgesucht werden, da Nüsse mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere allergische Reaktionen hervorrufen, die behandelt werden müssen.


Häufige OAS-Kreuzreaktionen

Drei Möglichkeiten zur OAS-Vermeidung

Da sich das orale Allergiesyndrom während der Pollensaison eines bestimmten Allergens verschlimmert, sollten Personen mit Symptomen den Verzehr der entsprechenden rohen Lebensmittel vermeiden. Es gibt drei Möglichkeiten zur OAS-Vermeidung:


  1. Lebensmittel kochen

  2. Konserven essen

  3. Obst/Gemüse schälen

Interessanterweise kann ein gewisses Maß an Kreuzreaktion durch Kochen des betreffenden Lebensmittels verringert werden, da bei hohen Temperaturen die für OAS verantwortlichen Proteine offenbar abgebaut werden. Ein frischer Apfel kann beispielsweise Symptome hervorrufen, aber eine Person mit OAS kann durchaus Apfelmus essen, ohne dass Symptome auftreten. Auch der Verzehr von Konserven kann die Reaktion einschränken, da durch die zum Konservieren eingesetzte Pasteurisierung das betreffende Protein ebenfalls denaturiert wird. Schließlich sollten die betreffenden Lebensmittel vor dem Verzehr geschält werden, da die allergischen Proteine häufig in der Schale von Obst und Gemüse konzentriert vorkommen.


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Gesamtallergen-Extrakt:

Grau-Erle | Alnus incana | T002

Weißbirke | Betula verrucosa | T003

Haselnussbaum | Corylus avellana | T004

Amerikanische Buche | Fagus grandifolia | T005

Wacholder (Sadebaum) | Juniper sabinoides | T006

Eiche | Quercus alba | T007

Ulme | Ulmus americana | T008

Olivenbaum | Olea europaea | T009

Walnuss | Juglans californica | T010

Ahornblättrige Platane | Platanus acerifolia | T011

Rosenkranz-Pappel | Populus deltoides | T014

Weiß-Esche | Fraxinus americana | T015

Pekannussbaum | Carya illinoinensis | T022

Mittelmeer-Zypresse | Cupressus sempervirens | T023

Gemeine Esche | Fraxinus excelsior | T025

Silber-Akazie | Acacia dealbata | T026

Grau-Birke | Betula populifolia | T030

Spottnuss-Hickory | Carya tomentosa | T041

Amerikanische Platane | Platanus occidentalis | T061

Virginia-Eiche | Quercus virginiana | T218


Allergen-Komponenten:

Bet v 1, PR-10, Birke | T215

Bet v 2, Profilin, Birke | T216

Bet v 4, Birke | T220

Bet v 2, Bet v 4, Birke | T221

Ole e 1, Olivenbaum | T224

Bet v 6, Birke | T225


NOVEOS-Allergen-Menüliste, spezifisches IgE und Gesamt-IgE:

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