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Tests für Insektengiftallergien: Hintergrund und Komplikationen

Beim Testen auf eine Insektengiftallergie ist es wichtig, die Hintergründe sowie mögliche Komplikationen und Interferenzen zu kennen. Die Prüfung aller Aspekte ist die Grundlage für zuverlässige klinische Entscheidungen.

„Zu den verbreiteten Insektenarten, die beim Stechen Gift abgeben, zählen Bienen, Wespen, Ameisen, Hornissen und Hummeln. Typischerweise treten Allergien bei Insekten auf, die drei Beinpaare haben, kriechen oder fliegen, oder bei Insekten, die zudem die Eigenschaft haben, in Gemeinschaften zu leben“, erklärt Dr. Habib Chabane, Allergologe aus Paris.



Insektengifte:

Jedes Frühjahr legen die meisten stechenden Insekten Nester an, in denen die Königin mit der Fortpflanzung beschäftigt ist. Wenn der Sommer kommt, haben die Nester eine wahre Bevölkerungsexplosion erlebt. Hunderte bis Tausende von Wespen, Hornissen, Ameisen oder Bienen sind dann auch auf privaten Grundstücken unterwegs. Mit Herbstbeginn gehen die natürlichen Nahrungsquellen, durch die das Nest wachsen konnte, zur Neige. Blumen und andere Insekten sind nicht mehr so zahlreich vorhanden, wenn das Wetter kälter wird, sodass stechende Insekten nach Alternativen suchen. Leider führt dies oft dazu, dass sie beim Grillen auf der Terrasse, bei Picknicks auf Wiesen und anderen Veranstaltungen im Freien zu einem größeren Problem werden. Kommt man ihnen zu nahe, können sie zustechen. Dies ist nicht nur schmerzhaft, es kann sich dadurch auch eine unangenehme rote Quaddel bilden. Bei Allergikern können die Symptome schnell zu starken Schmerzen, Schwellungen und sogar einem anaphylaktischen Schock führen, der ohne sofortige Behandlung lebensbedrohlich sein kann. Vor allem Bienen sind für solche anaphylaktischen Schocks verantwortlich, da sie 5-10 mal mehr Gift als Wespen abgeben.


Die Schwierigkeit, zuverlässig auf Insektengiftallergien zu testen:

Bei der Verwendung von Giftextrakten im Rahmen von Allergietests hängt die Sensibilisierung einer Person mit ihrer Exposition gegenüber niedermolekularen Substanzen in diesen Extrakten zusammen. Diese Person kann entweder auf klinisch relevante allergene Proteine oder auf klinisch irrelevante kreuzreagierende Kohlenhydratdeterminanten (CCD) reagieren, die vorhanden sind. Bei Insekten ist das CCD-Epitop einfach ein alpha-1,3-verknüpfter Fucoserest (Zucker), der Teil der Kohlenhydrate ist, die an die meisten Proteine im Gift gebunden sind. Da diese Kohlenhydratmoleküle beim Menschen nicht vorkommen, werden sie in hohem Maße immunogen und erzeugen dadurch erhöhte Mengen an IgE-Antikörpern, die bei Tests nachgewiesen werden können. Leider verdeckt diese Reaktivität nicht nur die Reaktivität, die in den Ergebnissen sensibilisierter Patienten zu sehen ist, sie verdoppelt sie sogar in vielen Fällen, sodass sie für die Diagnose der zugrunde liegenden Reaktivität eines Patienten nur zum Teil zuverlässig ist. Daher haben sich viele Mediziner für CCD-freie allergene Materialien (Komponenten) statt für Extrakte entschieden, um die Reaktivität eines Patienten auf Gifte genauer bestimmen zu können.


CCD-freie Komponenten bei Allergentests:

Das Gift der Europäische Honigbiene (Apis Mellifera) ist wohl das im klinischen Labor am besten charakterisierte Gift. In den letzten Jahren wurden mehr als 100 Proteine in Giften identifiziert, darunter wichtige allergische Proteine wie Phospholipase A2 (Api m 1), Hyaluronidase (Api m 2), saure Phosphatase (Api m 3), Dipeptidylpeptidase IV (Api m 5) und das kohlenhydratreiche Protein Icarapin (Api m 10). Diese Komponenten sind frei von kohlenhydratbasierter Kreuzreaktivität, was es dem Arzt ermöglicht, die Rolle eines bestimmten Allergens ohne CCD-Interferenzen zu bestimmen. Diese Komponenten müssen auf jeden Fall weiter erforscht werden, um festzustellen, ob bestimmte Sensibilisierungsprofile für ein bestimmtes Hauptallergen mit der Schwere der Reaktion oder dem vorhergesagten Ergebnis einer Immuntherapie in Verbindung gebracht werden können. Klicken Sie hier, um mehr über CCD-Interferenzen bei Allergentests zu erfahren.


Kann eine Immuntherapie Patienten mit Giftallergien helfen?

Eine Immuntherapie kann lebensbedrohliche Reaktionen verhindern und die mit Insektenstichen verbundenen Ängste verringern. Zur Immuntherapie bei Insektenstichallergien werden eine Reihe von Allergiespritzen verabreicht, um die Sensitivität gegenüber den Allergenen zu verringern, die die allergische Reaktion auslösen. Kleine Dosen von Allergenen werden über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt und können so die Schwere der Reaktion auf das Gift mindern. Es hat sich gezeigt, dass eine Immuntherapie bei Insektenstichen die Wahrscheinlichkeit aufeinander folgender systemischer Reaktionen von ca. 60 % auf etwa 5 % reduziert. Die Spritzen sind sicher, wenn sie korrekt verabreicht werden. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Rötungen und Wärmebildung an der Einstichstelle. Bei manchen Menschen kann es zu starken lokalen Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht oder Schwellungen in der Nähe der Einstichstelle kommen. Zu den schwerwiegenderen, aber weniger häufigen Nebenwirkungen gehören Nesselsucht, Juckreiz oder Atembeschwerden. In seltenen Fällen kann eine Person eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) auf die Spritzen haben. Aus diesem Grund werden die Spritzen in einer Arztpraxis oder an einem anderen Ort verabreicht, an dem bei Bedarf eine Notfallversorgung gewährleistet ist.


Bei Tests auf Insektengiftallergien kommt es darauf an, die richtigen Antworten zu erhalten. NOVEOS® ist der neue Standard bei Allergentests, um die Auswirkungen von Interferenzen zu begrenzen. Klicken Sie hier, um zu erfahren, wie NOVEOS die Unzulänglichkeiten aktueller Allergietests ausräumt.


Verfügbare Tests beim NOVEOS-System:

Gesamtallergen-Extrakt:

  • Honigbiene I001

  • Gemeine Wespe I003

  • Gemeine Gelbwespe I005

  • Hornisse I075


Allergenkomponente:

  • rVes v 5, Gemeine Wespe I209

  • rVes v 1, Gemeine Wespe I211

  • *Api m 1, Honigbiene I208

  • *rApi m 2, Hyaluronidase, Honigbiene I214


* Menü in der Entwicklung


NOVEOS-Produktliste:

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